ME/CFS und die Zumutung der Unverfügbarkeit

ME/CFS konfrontiert Betroffene mit einer Erfahrung, die unserer Vorstellung von Kontrolle und Planbarkeit widerspricht: Der eigene Körper wird unberechenbar und folgt nicht mehr der Logik von Anstrengung und Ergebnis. Mithilfe des Konzepts der „Unverfügbarkeit“ von Hartmut Rosa wird deutlich, warum Pacing nicht Ausdruck von Resignation, sondern eine Form der Realitätsanerkennung ist. Statt immer weiter gegen die Grenzen des Körpers anzukämpfen, kann Orientierung darin liegen, einen neuen Umgang mit ihnen zu finden.