Epistemische Gewalt bei ME/CFS

Menschen mit ME/CFS leiden oft nicht nur unter den Folgen ihrer Erkrankung, sondern auch darunter, dass ihre Symptome und Erfahrungen immer wieder infrage gestellt oder fehlinterpretiert werden. Diese Form der sogenannten epistemischen Gewalt entsteht häufig nicht aus böser Absicht, sondern aus fehlendem Wissen und ungeeigneten Systemlogiken – mit teils gravierenden Folgen für Versorgung, Teilhabe und Vertrauen. Fachpersonen sind deshalb gefordert, Betroffene als Wissenspartner ernst zu nehmen und ihre eigenen Denkmodelle kritisch zu reflektieren.